Budapest war eine Reise wert - Schüler nahmen am

Nachwuchs-News

08.04.2009 18:4708.04.2009 18:47 | geschrieben von vyc

Budapest war eine Reise wert - Schüler nahmen am "European Golden Cup 2009" teil

Nachdem es lange auf der Kippe stand, ob unser Schülerteam überhaupt nach Budapest fährt, waren letztendlich doch alle Hürden überwunden und mit einem Kader von 17 Mann, Trainer Arnim Kauer, Betreuerin Anke Vycichlo und einigen Eltern ging am vergangenen Donnerstagmittag die Fahrt Richtung Budapest los. An dem internationalen U15 Turnier nahmen zehn Mannschaften aus Finnland, Ungarn, Kroatien, Rumänien, Slowenien, Serbien und der Slowakei teil. Gleich am ersten Turniertag mussten unsere Jungs gegen die „Riesenkerle“ aus Finnland – alle Jahrgang 1994 - antreten, mit dieser Mannschaft hatte es am Vorabend schon kleinere Unstimmigkeiten im Hotelflur gegeben, aber das „Team Germany“ ließ sich nicht beeindrucken. Unsere Kids spielten mit viel Herz und Leidenschaft und konnten nach einem spannenden Spiel als Sieger das Eis verlassen. Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen das Team aus Zagreb, nachdem auch hier die Gegner körperlich überlegen waren, mussten die Kaufbeurer trotz aufopferungsvollem Kampf diesmal eine Niederlage einstecken. Die tat der guten Stimmung im Team allerdings keinen Abbruch, denn nach dem Abendessen stand eine deutschsprachige Stadtrundfahrt bei Nacht auf dem Programm. Über den Heldenplatz ging die Fahrt zum Parlament und anschließend hoch auf den Burghügel mit einem grandiosen Blick über das Budapester Lichtermeer. Schwer beeindruckt waren unsere „Wertachjungs“ auch von der Donau mit ihren vielen beleuchteten Schiffen und dem Anblick der Kettenbrücke und es wurde fotografiert bis die Akkus versagten. Am zweiten Turniertag traf das Team auf die Gastgeber, dem Team „Budapest Stars“ Noch ein bisschen müde vom Vortag fanden die ESVK-Spieler etwas schwer ins Spiel, doch dann wurde mit vollem Einsatz gekämpft und die Jungs gaben trotz Rückstand nie auf. „Einer für alle und alle für einen“ hieß das Motto, doch die Schiedsrichter warten eindeutig auf Seite der Gastgeber und die Begegnung ging mit 1:5 an die Ungarn. Am Nachmittag stand dann das Spiel gegen „Phoenix 2“ aus Rumänien auf dem Plan. Coach Kauer hatte sein Team informiert, dass es, wenn sie am nächsten Tag ausschlafen wollen, gewinnen müsse, sonst hieße es früh raus. Wenn das kein Argument war! Es wurde ein spannendes Spiel, inzwischen hatten sich bei unserem Team allerdings schon einige Blessuren eingeschlichen. Der Eiskübel stand immer auf der Spielerbank, für einige Spieler bedeutete das: Runter vom Eis, Handschuh aus, Hand in den Eiskübel, Handschuh wieder an, nächster Einsatz! Auch blau angelaufene Zehen waren kein Hindernis, sie wurden kurzerhand mit dem nächsten Zeh zusammen geklebt und wieder rein in den Schlittschuh. So viel Leidenschaft und Moral wurde trotz eines immer knappen Spiel, bei dem kurz vor Schluss noch eine 6:3 Unterzahl (Rumänien hatte den Torwart herausgenommen und zwei Kaufbeurer saßen auf der Strafbank) überstanden werden musste, mit einem knappen 2:1 Sieg belohnt. Anschließend wollte das Team zum Essen fahren, aber der Mannschaftsbus wollte nicht anspringen. Jetzt zeigte sich, dass im Sport letztendlich doch alle zusammenhalten, unser ESVK-Team wurde vom kroatischen Bus ins Restaurant gebracht und anschließend vom slowenischen Bus ins Hotel. Am nächsten Morgen ging es dann zusammen mit dem nächsten Gegner, den Slowaken, in deren Bus in die Eisarena zum letzten Spiel um den fünften Platz. Auch jetzt war das Kaufbeurer Team immer noch richtig gut drauf und wild entschlossen, einen Sieg einzufahren. Mit lautstarker Unterstützung von den Eltern gaben unsere Spieler auch hier alles und unterlagen nach einem Unentschieden erst im Penaltyschiessen. Bei der anschließenden Siegerehrung freute sich die Mannschaft über den sechsten Platz, einen Pokal und Medaillen und nachdem der eigene Bus inzwischen von einem Notdienst wieder repariert war, ging es durch die Nacht wieder in Richtung Heimat.

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