Schüler werden viertbeste Mannschaft Deutschlands bei der Meisterschaft

Nachwuchs-News

11.03.2008 11:3711.03.2008 11:37 | geschrieben

Schüler werden viertbeste Mannschaft Deutschlands bei der Meisterschaft

„Alles ist möglich!“ hatte Kapitän Stephan Fröhlich vor dem Meisterschaftsturnier am vergangenen Wochenende in Krefeld prognostiziert und er sollte Recht behalten. Nachdem sich unsere Schüler erst kurz vor Ende der Punkterunde für die Teilnahme qualifiziert hatten, galten sie als „wohl nicht so stark“ bei den Nordligamannschaften. Aber die wurden schnell eines Besseren belehrt. Die Zuschauer in Krefeld sahen durchwegs ausgeglichene Spiele auf höchstem Niveau, schnell, kampfstark, mit tollen Toren und relativ knappen Ergebnissen. Der Spielplan in Krefeld war nicht eben zugunsten unserer Mannschaft. Am ersten Spieltag mussten sie zwar erst um 10.15 Uhr gegen die Gastgeber auf das Eis, doch an den anderen beiden Spieltagen standen unsere Spiele schon morgens um acht auf dem Plan, das heißt, 5.45 Uhr Frühstück und um 6.30 Uhr im Eisstadion sein, die zweiten Spiele am Freitag und Samstag waren um 14.45 Uhr. Nachdem sich die Nord- und Südligamannschaften während der Saison nicht begegnen, wusste man nicht, wie stark der Gegner wirklich ist. Im ersten Spiel gegen die Tabellenzweiten der Nordliga war es anfangs noch ein vorsichtiges Abtasten von beiden Seiten, doch nach neun Minuten klingelte es im Kaufbeurer Kasten. Bis in der siebten Spielminute im Mittelabschnitt dauerte es bis die ESVK Fans jubeln durften und mit einem 1:1 ging es in den Schlussabschnitt. Im Schlussdrittel konnten unsere Joker wieder nach vier Spielminuten in Führung gehen, doch der Jubel war noch nicht verhallt, da kam die Krefelder Antwort und nach regulären Spielzeit ging es ins Penaltyschiessen. Hier war es dann Marc Vorderbrüggen, der seinen Schuss verwandeln konnte und seiner Mannschaft den ersten Sieg brachte. Weiter ging es am Nachmittag gegen die Südligakonkurrenz aus Mannheim. Die Mannheimer hatten die erste Begegnung gegen die Landshuter verloren und wirkten überraschenderweise etwas verunsichert. Coach Ken Latta musste sich nach dem 2. Drittel auf dem Weg zum Flughafen machen, um am Abend bei der ersten Mannschaft gegen Klostersee pünktlich an der Bande zu stehen und Andreas Nuffer und Alfred Weindl übernahmen das Kommando. Hier stand nach zweimaliger ESVK Führung ein 2:2 auf der Anzeigentafel – doch ärgerliche sieben Sekunden vor der Sirene ließen die Mannheimer Louis Albrecht im ESVK Kasten nach einem Abwehrfehler keine Chance und die Punkte waren verloren. Am Samstagmorgen um acht warteten die nordischen Tabellenführer aus Berlin auf den Dritten der Südliga und auch Ken Latta stand nach einer Nachtfahrt mit unserem zweiten Vorstand Andreas Settele als Chauffeur wieder an der Bande. Auch hier wurde es ein spannendes Spiel zwischen Spitzenmannschaften mit hohem Tempo und tollen Spielszenen, und wieder gingen unsere Schüler mit einer 1:0 Führung in die erste Pause. Im Mitteldrittel konnten die jungen Eisbären ausgleichen und im Schlussabschnitt geschah nichts Zählbares. Zum zweiten Mal ging es ins Penaltyschiessen und zum zweiten Mal war der ESVK erfolgreich (Stephan Fröhlich) Am Nachmittag kam es zum Landshut – Kaufbeuren Derby, doch die Titelverteidiger waren bis dahin ungeschlagen und konnten mit einem Sieg gegen uns den Turniersieg schon vorzeitig sichern. Die jungen Cannibals zeigten über die gesamte Spielzeit, dass sie dies auch vorhatten und bescherten unserem Team die einzige höhere 2:6 Niederlage. Obwohl die Punkte verloren waren, bewiesen die Verlierer Charakter und freuten sich mit Umarmungen bei der Verabschiedung für die Landshuter und dass eine Mannschaft aus dem Süden schon am zweiten Turniertag souverän und verdient als Deutscher Meister feststand. Der Sonntagmorgen begann dann für unsere Mannschaft etwas chaotisch. Abfahrbereit wartete sie morgens um viertel nach sechs auf ihren Bus, doch dieser stand an einer Tankstelle und sprang nicht an. Es folgte ein „Schweinsgalopp“ mit dem ganzen Gepäck vom Hotel zur Tankstelle um zumindest die Koffer loszuwerden. Die Koffer waren untergebracht, da gab der Bus ein paar vorsichtige Geräusche von sich, die Mannschaft reagierte postwendend, siebenundzwanzig Spieler und die Trainer schoben ihren Bus kurzerhand erfolgreich an und kamen noch pünktlich ins Stadion. Das Warmlaufen hatten sie sich damit erspart und mit Volldampf ging es ins Spiel gegen Köln, jetzt ging es noch um den dritten Platz auf dem Treppchen und das Lattateam wollte nicht zum Haifutter werden, allerdings war ein Sieg in der regulären Spielzeit vonnöten. Sie zeigten wieder eine starke, mannschaftlich geschlossene Leistung, konnten kurz vor Spielende einen 3:4 Rückstand ausgleichen – zum dritten Mal kam es zum Penaltyschiessen – zum dritten Mal verließen unsere Jungs und Mädels zwar als Sieger aber mit hängenden Köpfen als Vierter das Eis. Alles in Allem war es für die jungen Spieler ein tolles Turnier und eine wertvolle Erfahrung mit einer hervorragenden Leistung und Platzierung der Mannschaften aus Deutschlands Süden bei dem für die Jungs und Mädels vom ESVK bis zum zweiten Platz alles möglich war. Auch Andreas Settele als „Lattachauffeur“ war stolz auf die tolle Leistung des Kaufbeurer Nachwuchses und ließ es sich trotz Zeitdruck (18 Uhr Spiel der ersten Mannschaft gegen Tölz) nicht nehmen, den jungen und ehrgeizigen Spielern seines Vereins in der Kabine zu gratulieren. Die Torschützen im Turnier: ESVK – Krefeld: Nick Latta, Marc Vorderbrüggen, Marc Vorderbrüggen (Penalty ESVK – Mannheim Nick Latta, Alexander Winkler ESVK – Berlin Stephan Fröhlich, Stephan Fröhlich (Penalty ESVK – Landshut Leo Zink, Nick Latta ESVK – Köln Michel Feike, Stephan Fröhlich, Alexander Winkler, Nick Latta, Stephan Fröhlich (Penalty)

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