Strategisch-sportliche Weichenstellung

Vereins-News

18.05.2012 15:0418.05.2012 15:04 | geschrieben

Strategisch-sportliche Weichenstellung

ESVK positioniert sich als Ausbildungsverein und macht sich fit für die Zukunft

Es gibt einige gute Gründe, die für die nach langen Diskussionen getroffene Entscheidung des ESV Kaufbeuren sprechen, ab der kommenden Spielzeit auf die Meldung einer Juniorenmannschaft zu verzichten. Diese Maßnahme stellt einen ersten Baustein im Rahmen einer strategischen Neukonzeption mit noch stärkerer Positionierung des ESVK als Ausbildungsverein dar, die im Rahmen der Jahreshauptversammlung den Mitgliedern präsentiert wird.

Durch die Einführung der DNL hatten in den vergangenen Jahren immer mehr Vereine auf ihr Juniorenteam verzichtet. Und auch zur kommenden Spielzeit werden wieder mindestens zwei Clubs ihren Verzicht bekannt gegeben. Durch den damit verbundenen Verlust an sportlicher Qualität fokussiert auch der ESVK seine Ausbildung zukünftig auf die DNL.

Auch steht wegen der auswärtigen Berufsausbildung und unter anderem seit Einführung des G8 und der damit verbundenen früheren Abwanderung der jungen Spieler an Studienorte immer weniger Personal zur Verfügung, so dass der Verein auch in den kommenden Jahren das Juniorenteam mit immer mehr fremden Spielern aus niederklassigeren Nachbarvereinen hätte auffüllen müssen.

Durch die Anhebung des DNL-Endjahrgangs besteht zukünftig auch eine bessere Verzahnung mit der ersten Mannschaft, eine Überschneidung der Altersklasse mit einem Juniorenjahrgang ist nicht mehr sinnvoll. Die letztjährigen Juniorenspieler erhalten entweder eine Chance im Bundesliga-Team von Trainer Ken Latta oder können sich benachbarten Vereinen anschließen, mit denen der ESV Kaufbeuren bereits entsprechende Möglichkeiten ausgelotet hat.

Zudem ist der ESVK stark daran interessiert, dass bei der ESBG wieder die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kooperationsverträge mit Förderlizenzenregelungen geschaffen werden. Sollten sich bei der ESBG-Ligentagung Ende Mai diejenigen Funktionäre mit Stimmenmehrheit durchsetzen, die die Nachwuchsförderung und das Wohl des deutschen Eishockeys im Blick haben, könnte auch Stürmer Maximilian Schäffler wieder bei seinem Heimatverein Kaufbeuren spielen. Er wechselt ab sofort zum DEL-Club Augsburger Panther und würde statt mit Förderlizenz in der Oberliga gerne wieder für die Joker auflaufen.

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